Ehrenberg

Neues aus dem Rathaus

Am 04.06.12 findet in Hilders wieder ein Sprechtag des Versorgungsamtes Fulda statt.
Der Sprechtag ist in der Gemeindeverwaltung Hilders, Kirchstr. 2-6, von 10.00 bis 12.00 Uhr.

Abwasserbeseitigung

Bis auf wenige Höfe im Außenbereich sind in Ehrenberg (Rhön) alle Grundstücke, auf denen Abwasser anfällt, an die Kläranlage in Hilders angeschlossen. Die Gemeinden Hilders, Ehrenberg und die Stadt Tann teilen sich die Betriebskosten der Kläranlage im Verhältnis der eingeleiteten Abwassermengen.

Das überwiegende Kanalnetz ist seit Anfang der 70er Jahre als Mischsystem gebaut worden. Das heißt, verschmutztes Abwasser aus Haushalten und Betrieben und das Oberflächenwasser von befestigten Flächen und Straßen werden in einem gemeinsamen Abwasserrohr abgeleitet. Die Investitionskosten in das rund 28 km lange Abwassernetz einschließlich Rückhaltebecken und Kläranlage betrugen rd. 7,7 Mio. Euro. Die größte Investition der jüngeren Vergangenheit war das Regenrückhaltebecken unterhalb von Seiferts. Das rd. 540 cbm fassende unterirdische Bauwerk kostete über 500.000 Euro und ging 2009 in Betrieb. Es trägt maßgeblich zur Verbesserung der Wasserqualität in der Ulster bei, weil bei Regenereignissen Schmutzwasser darin zwischengespeichert und nicht durch ein Überlaufbauwerk in die Ulster abgeleitet wird.

(Foto: Gemeinde Ehrenberg, Regenrückhaltebecken Seiferts)

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Kanalsanierung

Das gesamte Abwassernetz wird in regelmäßigen Abständen mit einer Spezialkamera befahren und die festgestellten Schäden werden dokumentiert und in Schadensklassen eingestuft. Schäden, die zur Verunreinigung des Grundwassers führen können, sind dann sofort zu beheben. Weniger gravierende Schäden können in einem längeren Zeitraum saniert werden. Reparaturen führen heute allerdings nicht mehr zwangsläufig zu Aufgrabungen. Durch den Einsatz von Robotern können kleinere Schäden in der Leitung abgedichtet werden.

Wenn in einem Leitungsabschnitt sehr viele Schäden auftreten, kann auch ein sogenannter "Inliner" eingezogen werden (siehe Fotos auf der rechten Seite). Ein mit Spezialharz getränkter Schlauch wird in das zu sanierende Rohr eingezogen, an das bestehende Rohr durch Luftdruck angespresst und mit UV-Licht zum Aushärten gebracht. Dabei wird eine "Speziallichterkette" langsam durch den Kanalabschnitt gezogen. Diesem sanierten Kanalabschnitt rechnen die Experten die gleiche Haltbarkeit zu wie einem Betonrohr. Weil die Straßenoberfläche dabei nicht berührt wird, sind derartige Sanierungen in der Regel deutlich preiswerter als Neubauten in offener Bauweise. Leider lässt sich diese Technik nicht in allen Bereichen einsetzen.

Bau, Unterhaltung und Betrieb dieser Anlagen kosten eine Menge Geld. Deshalb werden Grundstücke, die erstmalig an das Abwassernetz angeschlossen werden können, mit einem einmaligen Beitrag belegt, der sich nach der Fläche und dem Maß der baulichen Nutzbarkeit errechnet. Die Betriebskosten werden durch die Abwassergebühren gedeckt, die bislang nach dem Frischwassermaßstab berechnet wurden.

Gesplittete Abwassergebühr

Weil der Hessische Verwaltungsgerichtshof in 2009 in einem richtungsweisenden Urteil entschied, dass die Abwassergebühr künftig nicht mehr auf der Basis des bezogenen Frischwassers berechnet werden darf, plant die Gemeinde Ehrenberg (Rhön) derzeit ein neues Gebührenmodell.

Die Kosten der Schmutzwasserbeseitigung und der Niederschlagswasserbeseitigung werden separat ermittelt und den Gebührenpflichtigen künftig über 2 verschiedene Maßstäbe berechnet. Die Gemeinde Ehrenberg (Rhön) ist dazu einem Arbeitskreis aus 21 Gemeinden und Verbänden beigetreten, die die neuen Gebühren nach gemeinsamen Grundsätzen ermitteln und einführen wollen. Außerdem sollen durch gemeinsame Auftragsvergaben die Kosten deutlich gesenkt werden.

Im Februar 2011 beauftragte die Gemeinde Ehrenberg (Rhön) zusammen mit 20 weiteren Gemeinden und Verbänden aus dem Landkreis Fulda und dem benachbarten Vogelsbergkreis die Fa. GKU - Gesellschaft für kommunale Umwelttechnik - in Fulda mit der Durchführung eines gemeinschaftlichen Bildfluges als Grundlage für die Flächenermittlung.
In der Zeit vom 07. bis 19.04.2011 wurde das Gesamtgebiet mehrfach überflogen und dabei die relevanten Versiegelungsdaten gewonnen. Diese werden der Gemeinde im September übergeben.

Die Gemeinde Ehrenberg (Rhön) hat jetzt wie die meisten der anderen 20 Gemeinden in einem zweiten Schritt den Auftrag an die GKU erweitert. Die GKU soll anhand der Orthofotos die an die Abwasseranlage angeschlossenen Flächen ermitteln, Bürgerinformationen und -sprechstunden einführen und eine Telefonhotline einrichten. Weiterhin wird die GKU den Kostenverteilungsschlüssel ermitteln und die Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühr kalkulieren.

Auf unserer Homepage werden wir Sie über den Stand des Verfahrens regelmäßig informieren.