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Verbraucherinformation: Gefahren beim Sammeln von Bärlauch

"Bärlauch erfreut sich als milder Knoblauchersatz einer wachsenden Beliebtheit. Beim Sammeln von wild wachsendem Bärlauch ist aber Vorsicht geboten. Der Bärlauch sieht den giftigen Blättern der Herbstzeitlosen oder des Maiglöckchens sehr ähnlich", rief das Verbraucherschutzministerium Hessen zur Vorsicht beim Bärlauchsammeln auf.

Die hochgiftigen Herbstzeitlosen und Maiglöckchen treten zur gleichen Jahreszeit wie Bärlauch auf, und die drei Pflanzen wachsen oft auf gleichen Stellen. Neben Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können diese auch lebensbedrohliche Wirkungen wie Herzrhytmusstörungen, Nierenversagen, Schock und Multiorganversagen verursachsen. In einem Verwechslungsfall sollte man sich an den Hausarzt oder ärztlichen Notdienst wenden.

 

"Neben der Gefahr der Verwechslung können auch die Eier des 'Kleinen Fuchsbandwurmes' an den Bärlauchblättern haften. Die Eier des Fuchsbandwurmes sind nicht mit dem bloßen Auge erkennbar. Der Fuchsbandwurm ist ein zwei bis drei Millimeter großer Parasit, der sich seit den neunziger Jahren vermehrt ausbreitet und mittlerweile überall in Deutschland über den Kot von Füchsen übertragen wird", so das Verbraucherschutzministerium Hessen.

Um das Infektionsrisiko zu verringern, sollte Bärlauch, aber auch Waldfrüchte wie Beeren, Kräuter, Pilze immer unter fließendem Wasser gründlich gewaschen werden, da Füchse immer mehr in den Siedlungsbereich der Menschen vordringen. Gleiches gilt grundsätzlich bei der Ernte von Erzeugnissen aus Gärten in wald- und feldnaher Lage sowie für Gemüse aus Freilandkulturen und Fallobst.

(Quelle: Verbraucherministerium Hessen)

„Eine Promotionsarbeit am Hessischen Landeslabor zeigt, dass durchschnittlich bis zu 45 Prozent der Füchse in Hessen infiziert sind. Es zeigen sich aber zeitliche und lokale Unterschiede. Weitere Erkenntnisse erwarten wir uns nach Abschluss der noch laufenden Promotionsarbeit“, so das Verbraucherschutzministerium abschließend. Hintergrund „Kleiner Fuchsbandwurm“: Beim Menschen ist ein Befall durch den ‚Kleinen Fuchsbandwurm’ sehr selten, in einem solchen Fall aber lebensgefährlich. Das Verhältnis von Infizierung und tatsächlicher Erkrankung liegt beim Menschen etwa bei zehn zu eins. Die Infektion verläuft beim Menschen zunächst schmerz- und beschwerdefrei. Der Erreger befällt unbemerkt die Leber, in der sich die Larven des Bandwurms entwickeln. Manchmal werden auch die Lunge oder das Gehirn befallen. Die Larven wachsen sehr langsam und zerstören tumorartig das Organ. Zwischen Infektion und den ersten Symptomen können mehr als zehn Jahre liegen. Das gründliche Waschen kann nach derzeitigem Kenntnisstand das Infektionsrisiko verringern. Am sichersten ist es, die Lebensmittel über 60 Grad zu erhitzen, also zu kochen, zu braten oder zu backen. Tieffrieren, Desinfektion oder das Einlegen in Alkohol töten den Erreger nicht ab. Erst bei einer Temperatur von minus 80°C wird er unschädlich gemacht. Auch hygienischer Umgang mit Haustieren ist besonders wichtig, wenn Hund und Katze gerne streunen, Mäuse jagen oder im Wald ausgeführt werden. Nach jedem Streicheln sollten Hände gründlich mit Seife gewaschen werden und die Haustiere sollten regelmäßig vom Tierarzt entwurmt werden.

08.04.2017

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